Kaufpreisrückzahlung im VW-Diesel-Skandal möglich!



Mit Urteil vom 31.03.2020 hat das OLG Frankfurt am Main entschieden:

VW muss für Dieselfahrzeuge mit unzulässiger Abschalteinrichtung haften.

Hiernach muss VW den Betroffenen den aus der sittenwidrigen vorsätzlichen Schädigung resultierenden Vermögensschaden ersetzen. Den Betroffenen steht es dem nach zu, so gestellt zu werden, wie es der Fall wäre, hätten sie das betroffene Fahrzeug nicht erworben. Dies bedeutet: Betroffene können die Rückzahlung des Kaufpreises verlangen und müssen hierfür das Fahrzeug an VW zurückgeben.

Wichtig ist hierbei jedoch, dass der Vorteilsausgleich und eine Nutzungsentschädigung von dem Kaufpreis abgezogen werden muss.

Die Rechnung des abzuziehenden Nutzungsvorteils erfolgt dabei wie folgt:

Der vereinbarte Bruttokaufpreis wird durch die voraussichtliche Restlaufleistung des Fahrzeugs (im Zeitpunkt der Übergabe des Fahrzeugs an den Käufer) dividiert wird und der sich hieraus ergebende Quotient wird mit dem von der Käuferseite tatsächlich während der Nutzungszeit gefahrenen Kilometern multipliziert.

Dies klingt zunächst äußerst kompliziert, daher möchten wir dir die Berechnung aus dem Urteil gerne als Beispiel aufzeigen.

Im konkreten Sachverhalt des Urteils betrug der Kaufpreis 30.950,00 €. Als Restlaufleistung wurden 289.635 km ermittelt. Der Kläger hatte 165.449 km bereits gefahren. Damit ergab sich folgende Rechnung:

30.950 € : 289.635 km x 165.449 km = 17.679,65 € Nutzungswert.

Dieser Betrag muss von dem ursprünglichen Kaufpreis abgezogen werden. Im Urteil kam hierbei somit eine Kaufpreisrückzahlung in Höhe von 13.270,35 € heraus.

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