Lohnzahlung – eine verspätete Zahlung wirkt sich möglicherweise auf das Elterngeld aus

Die Pflicht des Arbeitgebers besteht darin dem Arbeitnehmer seinen vertraglich vereinbarten Lohn oder sein Gehalt zu bezahlen und zwar pünktlich. Dies Entschied das Landesarbeitsgericht Düsseldorf in seinem Urteil vom 27.05.2020 (Landesarbeitsgericht Düsseldorf, Urteil vom 27.05.2020, Az. 12 Sa 716/19).

Das Elterngeld hängt nämlich als Beispiel von der Höhe der zuvor erzielten Einkünfte ab. Sollte eine Lohnzahlung nun verspätet sein, kann dies negative Auswirkungen für die Eltern haben. Der Arbeitgeber trägt in diesem Fall die Verantwortung, durch die verspätete Zahlung.

Sollte ein Elterngeld also daher geringer ausfallen, weil der Arbeitnehmer seinen Lohn mit mehrmonatigen Verspätungen erhält, muss der Arbeitgeber hierfür einstehen und die entstehende Differenz übernehmen, so das Gericht.

Schuldhaftes Handeln

Im vorliegenden Fall ging es um eine Frau, die ein Beschäftigungsverbot aufgrund ihrer Schwangerschaft ausgesprochen bekam. Der Arbeitgeber zahlte den Lohn dann erst wieder drei Monate verspätet. Dies hatte zur Folge, dass der Frau bei der Berechnung des Elterngeldes 0 Euro angesetzt wurden. Die Differenz zu dem monatlich höheren Betrag wäre der Lohn ordentlich gezahlt worden, hat laut Gericht nun der Arbeitgeber zu tragen. Diese Differenz sei im Wege des Schadensersatzes zu erstatten, da sich der Arbeitgeber mit dem Lohn in Verzug befand und schuldhaft handelte.

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